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Die Carabinieri TPC

 Die Carabinieri-Dienststelle zum Schutz des Kulturerbes (Comando Carabinieri Tutela Patrimonio Culturale - TPC) wurde 1969 gegründet, bevor im Jahre 1970 die UNESCO-Konvention von Paris stattfand, bei der alle UNESCO-Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, bestimmte Dienste mit Blick auf den Schutz des kulturellen Erbes der einzelnen Nationen einzuführen.

Das TPC ist dem Ministerium für Kultur angegliedert und spielt durch Prävention und Repression verschiedener krimineller Aktivitäten eine wichtige Rolle, was die Sicherheit und den Schutz des nationalen Kulturerbes angeht.

Für den Schutz des italienischen Kulturerbes ist das TPC der Carabinieri gemäß der italienischen Gesetzgebung alleiniges Informations- und Analysezentrum aller italienischen Strafverfolgungsbehörden.

Das Organigramm sieht auf zentraler Ebene eine Stabsstelle und eine operative Abteilung vor (aufgeteilt in drei Bereiche: Archäologie, Antike, Modern Art und Fälschung) sowie auf territorialer Ebene 12 Niederlassungen mit regionaler bzw. überregionaler Zuständigkeit sowie ein Sub-Unit auf Sizilien.

Hinsichtlich der internationalen Reichweite, zusätzlich zur Arbeit im Bereich der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit durch INTERPOL hat das TPC andere Aufgaben, wie zum Beispiel die Bereitstellung spezieller Unterstützung für friedenserhaltende Operationen, wie im Irak von 2003 bis 2006; Ausbildung von Polizeibeamten und Zollbeamten in Ländern, die einen solchen Antrag  vorlegen; Beratung des Ministeriums für Kulturgüter und kulturelle Aktivitäten, in dessen Rahmen zahlreiche illegal exportierte oder in ausländischen privaten Sammlungen und Museen befindliche italienische Kulturgüter nach Italien zurückgeführt werden konnten.

Seit 1980 nutzt das TPC für seine Ermittlungen eine "Datenbank für illegal entwendete Kulturgüter", welche durch Artikel 85 des Dekrets Nr. 42 vom 22.01.2004 gesetzlich verankert wurde (Datenbank des kulturellen und landschaftlichen Erbes), die Informationen zu gesuchten Kunst- und Kulturgütern italienischer oder ausländischer Herkunft liefert und Hinweise auf damit zusammenhängende kriminelle Ereignisse enthält.

Der Einsatz hoch entwickelter Computer-Technologie hat es ermöglicht, dass die Datenbank zu einem Bezugspunkt für die gesamte Zentrale und für die anderen italienischen und ausländischen Strafverfolgungsbehörden wurde und damit eine sorgfältige Analyse der kriminellen Phänomen des illegalen Handels mit Kulturgütern möglich wurde.