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Die Carabinieri haben an allen Ereignissen ...

Das Bild besteht aus vier kleine historische Fotos.

... der Geschichte Italiens teilgenommen. Ihre Feuertaufe erhielten sie am 6. Juli 1815 vor Grenoble, wo Carabinieri-Abteilungen zu Pferde die napoleonischen Franzosen angriffen und zum glücklichen Ausgang der Schlacht beitrugen.
Im ersten Unabhängigkeitskrieg zeichneten sie sich vor allem am 30. April 1848 bei Pastrengo mit einem heldenhaften Angriff aus, der den Feind zum Rückzug zwang. Für diese Attacke wurde die Fahne der Waffengattung mit der ersten Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet; danach für die Teilnahme an den Gefechten bei Verona mit der ersten Bronzenen Tapferkeitsmedaille und mit der zweiten für die bei Staffalo, Sommacampana, Custoza, Valeggio, Mailand und Peschiera.
1855 nahmen sie am Krimkrieg teil, in dem sie sich in der Schlacht von Kernaia und vor allem durch ihre Hilfeleistungen zugunsten der Bevölkerung und der von einer schweren Choleraepidemie heimgesuchten Truppen auszeichneten.
Im zweiten Unabhängigkeitskrieg wurden sie 1859 sowohl in vorderster Front wie zur Aufklärung im Rücken des Feindes eingesetzt, dessen Bewegungen sie umgehend meldeten.
Im Verlauf des Italienischen Einigungskriegs 1860/1861 nahmen sie gemeinsam mit den Truppen des Generals De Sonnaz bei der Porta S. Antonio an der Schlacht zur Einnahme Perugias (14. September 1860) teil und vom 29. Oktober bis zum 4. November 1860 an den Gefechten am Garigliano und bei Mola di Gaeta.
Während des dritten Unabhängigkeitskriegs 1866 zeichneten sie sich am 24. Juni bei der Verteidigung der Minciobrücke von Mozambano und im Verlauf der Schlacht von Custoza in einem weiteren Sturmangriff am Monte Croce aus; ferner zwischen dem 6. und 18. Juli bei der Belagerung der österreichischen Forts Motteggiana, Bocca di Ganda, Rocchetta und Centrale (Mantua) und schließlich zwischen dem 6. und 22. Juli in den Kämpfen bei Condino (Trient) und Primolano (Vicenza). Das Jahr 1870 sah sie in den Kämpfen zum Anschluss Roms im Einsatz.

Das Bild zeigt die historische Uniforme die während des Afrikafeldzugs von 1895-1896 benützt wurden. 


Im Verlauf des Feldzugs in Eritrea 1895/1896 nahmen sie an den Kämpfen von Koatit und Senafè (13.-16. Januar 1895), bei Makallè (7.-20. Januar 1896), bei Kassala (22. Februar 1896), Adigrat (1. März bis 4. Mai 1896) und an der Schlacht von Adua (1. März 1896) teil.
1911/1912 kämpften sie im Italienisch-türkischen Krieg und taten sich vor allem in den Gefechten von Sciara-Sciat (23./24. Oktober 1911) und „Zwei Palmen“ (12. März 1912) hervor, wofür der Fahne der Waffengattung eine Silberne Tapferkeitsmedaille verliehen wurde.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1915 wurden die in Einheiten und Spezialabteilungen mobilisierten Carabinieri an alle Fronten geschickt, und in der graugrünen Uniform der Infanteristen teilten sie mit diesen die (1) Entbehrungen des Schützengrabens, die Hoffnungen auf den Sieg und den Ruhm. Als Teil der Dritten Armee nahmen sie am 19. Juli 1915 an einem blutigen Angriff an der Podgora teil. Ebenso heldenhaft war ihr Beitrag in den Schlachten am Isonzo, am Carso und am Piave, auf dem Sabotino und dem San Michele. Bei der Verfolgung des Feindes am anderen Ufer des Isonzo hatten die zwei der Obersten Heeresleitung unterstellten Carabinieri-Schwadrone die Ehre, am 9. August 1916 als erste in Görz einzudringen.
Für die Hingabe und den Opfermut der Carabinieri in diesem Krieg legen 1.423 Gefallene und 5.254 Verwundete Zeugnis ab. Am 5. Juni 1920 wurde ihre Fahne mit der ersten Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, und im Gedenken an dieses Ereignis begeht die Waffengattung alljährlich an diesem Tag den Jahrestag ihrer Gründung.
Die Jahre 1935/1936 sahen die Carabinieri erneut in vorderster Front in Ostafrika eingesetzt: in den Kämpfen bei Malca Cuba (2. Februar 1936) und Gunu Gadu (24. April 1936). Am Ende des Feldzugs wurde die Fahne der Waffengattung mit dem ersten Ritterkreuz des Italienischen Militärordens ausgezeichnet.
Im Zweiten Weltkrieg waren die erneut mobilisierten Carabinieri an allen Kriegsschauplätzen eingesetzt: von den Wüsten Afrikas über die Fronten auf dem Balkan bis zu den russischen. Besondere Erwähnung verdienen die Kämpfe bei Klisura an der griechisch-albanischen Front (16.-30. Dezember 1940), bei denen sich das 3. Carabinieri-Bataillon auszeichnete und der Fahne der Waffengattung eine Bronzene Tapferkeitsmedaille erwarb, und bei Cafe Struga an der albanisch-jugoslawischen Front (18. April 1941).
Ferner von August bis November 1941 in Ostafrika bei der Verteidigung von Culqualber:
dem mobilisierten Carabinieri-Bataillon wurde die Ehre zuteil, im Kriegsbulletin Nr.539 der Obersten Heeresleitung erwähnt zu werden: “… Bei der heldenhaften Verteidigung hat sich als Symbol der Tapferkeit der nationalen Truppen das Bataillon der Königlichen Carabinieri ruhmreich ausgezeichnet, das, nachdem die Munition ausgegangen war, bis zuletzt seine unaufhaltsamen Gegenangriffe mit blanker Waffe weitergeführt hat. Fast alle Carabinieri sind gefallen.“ Für dieses Opfer erhielt die Fahne der Waffengattung die zweite Goldene Tapferkeitsmedaille. An der russischen Front kämpften die Carabinieri mit dem gleichen Opfermut und nahmen an allen Kämpfen teil; damit erwarben sie ihrer Fahne eine weitere Silberne Tapferkeitsmedaille.

Bild des Vize-Brigadiere Salvo D’Acquisto. 

Als Italien nach dem 8. September 1943 zum unmittelbaren Kriegsschauplatz der alliierten Heere wurde und die Deutschen das Land militärisch besetzten, traf die Waffengattung zwei bedeutende Maßnahmen:
- Die Einrichtung des “Comando Carabinieri Italia Liberata“ (Carabinieri-Kommando Befreites Italien) in den Regionen des Südens, das die treibende Kraft für die Neuorganisation der gesamten Kommandostruktur in den befreiten Gebieten und für die Aufstellung neuer Einheiten war, die für den Befreiungskrieg mobilisiert und dem “Corpo Italiano di Liberazione“ (Italienischen Befreiungskorps) und den “Gruppi di Combattimento“ (Kampfgruppen) zugeordnet wurden, mit denen sie an den verlustreichen Schlachten von Cassino und Bologna und allen darauf folgenden Kampfhandlungen bis zur vollständigen Befreiung des Landes teilnahmen;
-  die Organisation des Widerstands in den von den Deutschen besetzten Gebieten, wozu sie sowohl eigene Verbände aufstellten als auch freiwillige Carabinieri-Einheiten in andere Untergrundorganisationen eingliederten.
Unter den zahlreichen Widerstandseinheiten, die ausschließlich aus Carabinieri bestanden, sei an die Einheiten erinnert, die der in Jugoslawien kämpfenden Italienischen Partisanen-Division “Garibaldi“ angeschlossen waren und für deren heldenhaften Kampfesmut die Fahne der Waffengattung mit einer Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde.
Insgesamt nahm die Waffengattung mit 13.850 Mann aller Dienstgrade an der Widerstandsbewegung teil; für diesen Beitrag wurde ihrer Fahne mit dem Erlass vom 2. Juni 1984 die dritte Goldene Tapferkeitsmedaille verliehen. Unter den zahllosen Episoden und Taten, bei denen Carabinieri ihren Mut unter Beweis stellten, verdienen besondere Erwähnung: die Teilnahme von Carabinieri-Einheiten an der Verteidigung Roms an der Porta S.Paolo, an der Magliana und bei Monterotondo; die Person des Vize-Brigadiere Salvo D‘Acquisto, der in Palidoro (Rom) freiwillig und ohne zu zögern sein junges Leben opferte, um das von 22 Geiseln zu retten; das heldenhafte Opfer der im Widerstand kämpfenden Carabinieri La Rocca, Marandola und Sbarretti, die an der Stelle von 10 Geiseln freiwillig in den Tod gingen.
Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs verzeichnete die Waffengattung der Carabinieri 4.618 Gefallene, 15.124 Verwundete und 578 Vermisste, darunter 2.735 Gefallene und 6.521 Verwundete als Angehörige der Widerstandsbewegung.